Für alle Freaks, die sich ihren GPS Tracker lieber selber bauen, bietet “Cooking Hacks” jetzt eine Platine (Arduino) an, die keine Wünsche offen lässt. Dank des SIMCOM 3G Moduls SIM2518 werden alle erdenklichen Funktionalitäten mitgeliefert, die nur noch ein Minimum an externen Komponenten erfordern.
Der GPS-Empfänger ist bereits implementiert, die Unterstützung von µSD-Speicherkarten ermöglicht z.B. die Aufnahme von Geräuschen, die dann einfach als MP3 File im Speicher abgelegt werden. Über eine VGA-Kamere (das 3G Modul unterstützt eine Auflösung bis UXGA 1600* 1200) lassen sich Video-Clips oder Standbilder aufnehmen und per Videocall bzw. MMS übertragen oder einfach im Speicher ablegen. Hat man eine stabile 3G Verbindung, beginnt dank des im Modul implementierten FTP Protkolls "das große Saugen". HTTP und POP3/SMTP Protokoll beherrscht das gute Stück auch!
Bleibt nur noch, sich durch 432 Seiten AT-Kommando Dokumentation zu arbeiten und einen µController zu programmieren, der aus dem Stück Hardware ein gutes Stück Hardware macht!
In den USA sind seit kurzem Schuhe auf dem Markt, die sich per eingebautem GPS Tracker orten lassen. Laut Hersteller sollen diese vor allem bei Alzheimer Patienten zum Einsatz kommen, von denen es wohl in den Vereinigten Staaten etwa 5 Millionen gibt. Das Argument, dass die Patienten tragbare Geräte oder GPS-Armbänder einfach nicht mitnehmen, wenn sie außer Haus gehen, klingt glaubwürdig. Stellt sich die Frage, ob die Patienten ihre Schuhe auch immer ans Ladegerät stecken, sobald sie ausgezogen sind.
Einen Schalter sucht man vergeblich, der eingebaute GPS Tracker wird aktiv, sobald genügend Akkuladung vorhanden ist, die bei voll geladenem Akku ca. 48 Stunden vorhält. Die Schuhe sind nicht wasserdicht, was nicht heißen muss, dass es reine “Schönwetterschuhe” sind. Die Firma aetrex, die die Schuhe vertreibt, schreibt dazu auf ihrer Internetseite: “While they are designed as ordinary shoes, it is recommended the shoes be used where it is relatively dry and not subjected to water, snow, or severe elements which could affect performance of the GPS tracking unit.”
Zur Zeit (Februar 2012) werden für Frauen und Herren jeweils eine Schnürschuhvariante und eine Klettverschlussvariante angeboten.
Für 299,99 USD wirken die Schuhe wie geschenkt, wenn man sich die Gebühren anschaut. Knapp 35 USD pro Monat für die Nutzung des Tracking-Portals incl. GPRS-Flatrate bei einer Trackingrate von 30 Minuten. Will man im 10 Minuten Rhythmus tracken, ist man mit knapp 40 USD pro Monat dabei.
Bleibt abzuwarten, wann und zu welchen Kosten die Schuhe den deutschen Markt erreichen.
Das europäische Satellitensystem Galileo nimmt Formen an. Am 21.Oktober startete eine russische Sojus-Rakete mit den ersten beiden Satelliten an Bord vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Ab 2014 soll Galileo mit anfänglich 18 Satelliten starten und stufenweise bis auf 30 Satelliten ausgebaut werden. Statt der kalkulierten 3,4 Milliarden Euro veranschlagt die EU-Kommission aktuell fast 5 Milliarden Euro. Das System soll den Europäern aber Unabhängigkeit vom GPS bescheren. Alle bekannten GPS-Chip Hersteller wie u-blox, SiRF, ST, Mediatek bieten bereits Kombi-Chips für GPS und Galileo an.
Die US-amerikanische Regulierungsbehörde FCC (Federal Communication Commission) hat in Ihrer zweiten Auflage der E911 Regelung “E911 Phase II location accuracy and reliability” entschieden, dass ab 2018 alle Mobiltelefone noch genauer lokalisierbar sein müssen. Die Netzbetreiber “dürfen” dafür Ihre LBS-Technologie anpassen oder einfach nur noch Mobiltelefone mit integriertem GPS-Chip zulassen. Die Standortdaten sollen nicht nur in Notfällen (Notruf 911) übertragen werden dürfen, sondern auch unter anderen Rahmenbedingungen, z.B. wenn von dem Handy ein VoIP-Telefonat geführt wird.
Wir haben dem Preisbrecher GT170 etwas genauer auf die Finger geschaut. Für schlappe 49 Euro ist dieses Gerät das wohl zur Zeit (Oktober 2011) günstigste am großen Tracker Himmel.
Was ist im Lieferumfang enthalten?
- GPS-Tracker
- 700 mAh Akku
- Netzteil und USB-Kabel
- CD
- Bedienungsanleitung
Packungsinhalt GT170:
Bedienung
Vorbereitung
Mit insgesamt 17 SMS-Kommandos ist der Funktionsumfang recht überschaubar. Die Anleitung bringt mit einfachen Erklärungen und Bildern auch dem Laien das Funktionsprinzip nahe. Das diese kein missglückter Übersetzungsversuch eines asiatischen Anbieters ist, wird sofort ersichtlich. Um die Bedeutung der LED’s herauszufinden, ist schon ein Blick in die auf der CD enthaltenen PDF-Datei notwendig. Zufriedenstellend ist die Information allerdings nicht. 3 Farben um den Ladezustand des Akkus festzustellen und ob das Gerät- ein oder ausgeschaltet ist? Sinnvoller wäre je eine Farbe für GSM, GPS und Power.
Inbetriebnahme
Gummihülle ab, SIM-Karte rein und los geht’s! Aber so einfach ist es nun doch wieder nicht. Der GT170 wird von 4 Kreuzschlitzschrauben zusammen gehalten, die so klein sind, dass man einen so winzigen Schraubendreher nicht bei jedem Heimwerker findet. Der Gang zum Baumarkt ist vorprogrammiert, dabei wäre ein solcher Mini-Kreuzschlitz-Schraubendreher sicher ein (ersehntes) Zubehör, welches man dem Gerät beilegen könnte.
Ist die „Kiste“ ein mal offen, gestalten sich das Einlegen der SIM-Karte, des Akkus und das Wiederverschließen als die einfachere Übung. Nach dem Einschlten begrüßt einen der GT170 mit fröhlichen bunten Geblinke ohne tiefere Bedeutung.
GT170 ausziehen
Konfiguration
Auch ohne Festlegung des „Guardian Phone“ mit dem SMS-Kommando *#188# reagiert der GPS Tracker auf eine Positionsabfrage per SMS mit *#88#. Im Grunde ist überhaupt keine Konfiguration notwendig, wenn man nur mal eben den Standort abfragen will.
Automatische Positionsmeldungen in zeitlichen Intervallen treibt nur die SMS-Kosten in die Höhe und gehört eher in die Rubrik „Professioneller GPS-Tracker“ mit GPRS-Anbindung. Wer es dennoch gerne nutzen möchte, dem steht nichts im Wege.
Eine Geofence Funktion bringt das Gerät ebenfalls mit. Es wird – je nach Einstellung – ein Geozaun um den aktuellen Standort gezogen, der zwischen 100m und 9900m groß sein kann. Um die Batterie zu schonen, muss man sich für ein Intervall (in Minuten) entscheiden, in dem der interne GPS-Empfänger aktiviert wird und versucht einen Standort zu ermitteln. Setzt man dieses z.B. auf 10 Minuten, bekommt der Tracker halt nur alle 10 Minuten mit, ob der Geozaun ggf. verlassen wurde.
Ein Sleep-Modus deaktiviert zusätzlich das GSM-Modul und lässt GSM und GPS zyklisch (z.B. im 24-Stundenrhytmus) aufwachen. Schwer einzuschätzen, wie lange der Akku in dieser Betriebsart durchhält, sicher jedoch einige Tage. Diese Funktion gehört auch eher in die Kategorie „Professioneller GPS-Tracker“, denn auch bei der Dauerüberwachung eines Objektes möchte man nicht erst nach 24 Stunden erfahren, dass es sich davon gemacht hat. Hier fehlt einfach der Erschütterungs- oder Beschleunigungssensor.
Anruf
Ruft man das GT170 an, nimmt es den Anruf sofort entgegen und man kann die Umgebungsgeräusche wahrnehmen. Dabei ist es unerheblich, von welcher Rufnummer der Anruf kommt.
Betrieb
Im eingeschalteten Zustand bleibt das GSM-Modul des GT170 aktiv und das GPS-Modul inaktiv, nachdem es beim Einschalten ein mal versucht hat, den aktuellen Standort zu ermitteln. Nach Eingang einer Positionsanforderung per SMS wacht das GPS-Modul auf, kalkuliert einen Fix und der Tracker sendet die Koordinaten per SMS als Google-Link an die anfragende Rufnummer. Unter freiem Himmel funktioniert das sehr gut, es dauert i.d.R. keine Minute, bis die Antwort-SMS eintrifft.
Sind die Empfangsbedingungen zu schlecht, sendet der Tracker den letzten gültigen Fix incl. zugehörigem Datum und Uhrzeit und die Cell-ID der Funkzelle, in dem das GSM-Modul gerade eingebucht ist, sowie den Location Area Code.
An dieser Stelle muss man vor dem PC sitzen, um den Funkzellenstandort aus den Daten generieren zu können. Das ist sehr schade, denn diese Information hätte man auch gut in einen Link stecken können.
PC-Software
Die mitgelieferte Software erlaubt die Darstellung des Standortes unter Eingabe der GPS-Koordinaten bzw. der GSM Parameter Mobile Country Code (MMC), Mobile Network Code (MNC), Location Area Code (LAC) und der Cell-ID (CID).
Das sieht dann z.B. so aus:
Technik
Ein 15×15 mm großes GPS-Patch sorgt für den Empfang des GPS-Signals, unterstützt von einem LNA, es handelt sich also um eine aktive GPS-Antenne! Das erhöht die Empfindlichkeit aber auch den Stromverbrauch. Nach dem Einschalten wird das GPS-Modul für ca. 30 Sekunden aktiviert. Wahrscheinlich wird versucht, in dieser Zeit wenigstens einen Satelliten zu sehen und damit Datum und Uhrzeit zu ermitteln. In unserem Test hat das GPS-Modul 45 Sekunden gebraucht, um einen gültigen Standort zu ermitteln. Und das aus dem Kaltstart – daran sieht man, was moderne GPS Chipsätze leisten können.
Von da an führt jede Positionsabfrage natürlich noch schneller zu einem Fix.
Im Inneren werkelt ein GPS Chip des japanischen Herstellers JRC.
Der GSM-Part wird hauptsächlich von 3 Halbleitern erledigt, dem Base Band Processor MT6223, dem GSM Front End SKY77547 und dem Transceiver AD6548. Der Hersteller des GPS-Trackers gibt sich nicht mit der Verwendung von fertigen Modulen zufrieden sondern erledigt die Sache auf Chip-Ebene selbst. Dazu gehört einiges an KnowHow!
Fazit
Wer damit rechnet, ein vollwertiges GPS basiertes Alarmsystem zum Schutz seines Motorrads, Autos oder Bootes zu bekommen, der wird enttäuscht.
Für diejenigen, die „hin und wieder mal“ den Standort ihres Fahrzeugs oder einer Person abfragen wollen, werden mit solider Technik für einen schier unschlagbaren Preis bedient.
Der US amerikanische GPS-Tracker Hersteller Laipac bietet schusssichere Westen aus Kevlar mit eingebautem GPS-Tracker. Wohl eher kein alltäglicher Gebrauchsgegenstand für Jedermann aber dennoch ein Beispiel für den Trand, GPS Tracker in andere nichtelektronische Gegenstände zu integrieren.
Hier eineige der Hauptmerkmale:
Material Kevlar
GSM/GPRS Unterstützung
Hochempfindlicher GPS-Empfänger
Gyro Sensor für Schlag- und Man-Down-Alarm
Positionsmeldungen in zeitlichen und Entfernungsabständen
Für alle, die trotz der riesigen Auswahl an GPS Trackern am Markt noch immer nicht das
Gerät gefunden haben, das alles kann was man erwartet, ist der Weg zu einem eigenen GPS Tracking Device ein Stück einfacher geworden. Auf niedlichen 3 x 3 cm vereint SIMCOM mit dem SIM908 ein GPS und GSM Modul, welche mit AT Kommandos angesprochen werden. Der GSM part kommt mit GPRS class 10 daher, also max. 85,6 kbps im Download. Der GPS Receiver trackt auf 42 channels mit einer Empfindlichkeit von -160 dBm. Für Highspeed Fans gibt es das (nahezu) pinkompatible 3G Pendant namens SIM5320.